Netzwerkkarten

Eine Netzwerkkarte (engl.: Network Interface Card; Abk.: NIC) ist eine Netzwerkkomponente, die in einen Rechner eingebaut wird und den Zugang zu einem Netzwerk herstellt.

NetzwerkkarteAuf der einen Seite besitzt eine Netzwerkkarte eine Buchse für das Netzwerkkabel. Je nach Netzwerkarchitektur, muss die NIC die erforderliche spezifische Steckverbindung aufweisen. So brauchte man beispielsweise für eine Bustopologie Netzwerkkarten mit BNC-Buchsen. Heutzutage wird fast ausschließlich mit dem Ethernet-Standard gearbeitet. Daher haben die meisten aktuellen Netzwerkkarten eine Ethernet-Schnittstelle für BJ-45-Stecker (Twisted-Pair-Kabel) oder einen Eingang für Glasfaserkabel. Neben der Buchse sind meistens auch zwei LEDs zu sehen. Die grüne LED zeigt, dass die Karte richtig angeschlossen ist und betriebsbereit ist. Die orange-farbene LED zeigt den Status der Übertragung an. Flackert die orangene LED, dann werden gerade Daten übertragen.

Auf der anderen Seite einer Netzwerkkarte befindet sich die Bus-Schnittstelle, mit der die Karte in das Computersystem integriert ist. Die bekanntesten Busse sind ISA, PCI, PCMCIA oder PC-Card. In den 80er Jahren dominierten Netzwerkkarten mit ISA-Schnittstellen. Diese wurden in den 90ern von PCI-Karten abgelöst. Im Bereich der Laptops gab es zuerst die PCMCIA-Schnittstelle, die eine Miniatur des ISA-Standards darstellte. Später wurde dies von der PC-Card abgelöst, die wiederum eine Miniatur des PCI-Standards ist.

Je nach Netzwerkarchitektur und Netzwerkschnittstelle des Rechners kommen verschiedene Netzwerkkarten in Betracht. Inzwischen haben viele Computer auch schon integrierte Schnittstellen auf der Hauptplatine, also eine Grafikkarte „onboard“, die über einen nach außen geleiteten Anschluss (meist RJ45-Buchse) erreichbar ist. Diese sind qualitativ aber meistens wesentlich schlechter als richtige Netzwerkkarten zum Einbau in den Rechner.

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