NAS Systeme für den Heimgebrauch

NAS im NetzwerkFrüher sündhaft teuer und in der professionellen Serverwelt beheimatet, sind Netzwerkspeicher mittlerweile auch für den Privatanwender interessant. Die Technik ist günstiger geworden und mit wachsenden Datenmengen wachsen auch die Ansprüche des Heimanwenders. Worauf sollte man aber achten, wenn man sich einen solchen Netzwerkspeicher zulegen möchte?

Ein NAS System erlaubt es jederzeit von jedem Ort aus auf dort abgespeicherte Daten zuzugreifen. Dazu wird Es an ein lokales Netzwerk angeschlossen bzw. direkt per Ethernet Kabel mit dem Router verbunden und darüber hinaus online zugänglich gemacht. Dabei ist ein solches System nicht nur kompakter und günstiger als ein klassischer Heimserver, es gibt noch weitere Vorteile die für ein solches NAS System sprechen:

  • weniger Stromverbrauch als ein klassischer Server
  • einfach einzurichten
  • sehr leise im Vergleich zu klassischen Servern
  • sichere Datenspeicherung dank RAID-System (mehrere Festplatten)
  • gute Backup-Möglichkeiten
  • für Windows und Mac gleichermaßen kompatibel

Verschiedene Systeme für unterschiedliche Ansprüche

Gründe für den Kauf eines NAS Systems sind höchst individuell. Man kann Es als Webserver betreiben, als Streaming-Server für Videos und Musik, als Bildserver für IP-Kameras oder das System einfach zur eigenen Cloud machen. Dem einfachen Anwender genügt unter Umständen schon eine Festplatte mit Netzwerkanschluss, anspruchsvollere Anwender greifen zu Systemen mit mehreren Platten, Verschlüsselungstechnik oder anderen Zusatzfunktionen.

Zunächst einmal besteht ein NAS System aus zwei Einzelkomponenten. Zum Einen das Gehäuse mit allen möglichen Anschlussmöglichkeiten, Prozessor und integriertem Flashspeicher für die Software, zum Anderen aus der oder den Festplatten selbst. Oft werden Leergehäuse verkauft, man sollte also daran denken, die Kosten für die Festplatten noch mit einzukalkulieren. Manche Gehäuse bieten dabei Platz für nur eine Platte, andere können mit bis zu acht Festplatten bestückt werden. Es lohnt sich unter Umständen auch bei wenig Bedarf ein Gehäuse mit mehreren Steckplätzen für Festplatten zu holen, um später ohne Probleme aufrüsten zu können. Die Gehäuse müssen keinesfalls vollständig bestückt sein, freie Plätze beeinträchtigen die Funktionen in keiner Weise.

Doppelt hält besser

Wer seine Daten wirklich sicher gespeichert wissen will, sollte sich für ein NAS System mit RAID Technologie entscheiden. Solche Systeme sind bereits für unter 300 Euro zu haben, wenn man genau hinschaut.

RAID steht dabei für „Redundant Array of independent Discs“. Diese Technik verknüpft zwei oder mehrere Festplatten zu einem logischen Volumen zusammen. Dadurch ergeben sich einerseits Vorteile in Sachen Geschwindigkeit, zum Anderen erhöht es den Sicherheitsaspekt. Dadurch, dass mehrere Platten zusammen arbeiten wird ein Datenverlust verhindert, selbst wenn eine Platte ausfällt. Die verbleibenden Festplatten kompensieren den Ausfall. Besonders für Unternehmen ist diese Technik immens wichtig, aber auch der Privatanwender kann sich so effektiv vor Datenverlust schützen.

Energieverbrauch

Die Energie die ein NAS System verbraucht hängt natürlich stark von den verbauten Komponenten ab. Wenn man bedenkt, dass ein solches System mitunter 24 Stunden am Tag in Betrieb ist, spielen die Stromkosten sicher eine Rolle. Im Durchschnitt verbraucht ein System mit zwei Festplatten ca. 30 Watt. Eine Alternative sind sogenannte „Kleinst“ NAS Systeme, die nur aus einer Festplatte und einem Netzwerkanschluss verfügen. Auf die RAID Technik muss man dann aber verzichten und auch so ist diese Form des Netzwerkspeichers eher rudimentär und nicht zu vergleichen mit echten NAS Systemen.

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