Die Bedeutung von DSL in der heutigen Zeit

Das Internet verbindet Menschen aller Länder, sorgt für Unterhaltung und unterstützt die tägliche Arbeit - kurzum, es ist aus der Gegenwart kaum mehr wegzudenken.

Das Internet verbindet Menschen aller Länder, sorgt für Unterhaltung und unterstützt die tägliche Arbeit – kurzum, es ist aus der Gegenwart kaum mehr wegzudenken.

Es gab einmal eine Zeit, in der die Abkürzung DSL kaum jemanden etwas gesagt hat. Wer ins Internet gehen wollte, musste sich über ein Modem einwählen, hörte dabei ein nerviges Piepen und begnügte sich mit einer sehr langsamen Leitung. Das ist in der heutigen Zeit gar nicht mehr denkbar. Heute muss es nicht nur eine Flatrate, sondern auch eine schnelle Leitung sein. Denn mittlerweile wird das Internet nicht mehr nur genutzt, um sich kurz ein paar Informationen zu beschaffen oder vielleicht ein kleines bisschen zu chatten. Heute wird das Internet zu nahezu allem benötigt: Natürlich weiterhin als Informationsbeschaffungsquelle, aber auch zum Pflegen von Freundschaften, zum Hören von Musik, zum Spielen der neuesten Games und zum Schauen von Videos. Programme werden heruntergeladen, Bankgeschäfte werden online getätigt und Reisen über das Internet gebucht. Da bedarf es einfach einer schnellen Leitung, damit das Internet auch Spaß macht und nicht an den Nerven zerrt oder gar für Komplikationen bei wichtigen Bestell- und Geldgeschäften sorgt.

DSL-Verfügbarkeit und Reichweite in Deutschland

Während für viele Internet-User eine DSL-Leitung mittlerweile das normalste der Welt ist, so gibt es tatsächlich noch ein paar Haushalte, in denen ein DSL-Anschluss nicht möglich ist. Laut Angaben der Deutschen Telekom sind mittlerweile 93% der deutschen Haushalte abgedeckt, 7% aber demnach eben noch nicht. Ganz abgesehen davon, dass die Verfügbarkeitsstatistik von der Deutschen Telekom ein wenig verschönt wird, denn nur die gegebene Möglichkeit durch einen ausgebauten Anschlussbereich bedeutet noch lange nicht, dass ein Haushalt tatsächlich auch eine DSL-Leitung bekommen kann. Voraussetzungen hierfür sind neben der entsprechenden Leitung auch folgende Punkte:

•    ausreichende Port-Anzahl
•    durchgängige Kupfer-Teilnehmeranschlussleitungen
•    geringe Dämpfung
•    entsprechend großer Durchmesser der Leitung
•    Anzahl der DSL-Nutzer im Anschlussgebiet
•    keine ungeeignete Anschlussleitung darf vorhanden sein

Probleme mit einem DSL-Anschluss bestehen vor allem in ländlicheren Gebieten, was hauptsächlich an den langen Anschlussleitungen liegt.

Auch die teilweise begrenze Reichweite ist bei einem DSL-Anschluss ein Problem. Die Datenübertragungsrate der Kupferleitungen kann von einigen Dingen beeinflusst werden. Die wichtigsten Punkte dabei sind zum einen die Länge der Leitung, zum anderen der Durchmesser der Kupferader. Umso länger eine Leitung beispielsweise ist, desto schlechter wird letztendlich die Übertragungsrate.

Häufige DSL-Probleme

Manch einer wird sagen, dass alles, was mit Technik zu tun hat, früher oder später Probleme bereitet. Allein schon, weil für vieles ein Techniker geholt werden muss und ein DSL-Anschluss zum Beispiel eben nicht „mal eben selbst“ verlegt werden kann. DSL-Nutzer haben somit des Öfteren mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen:

•    Langes Warten auf den Anschluss

Im Prinzip ist die Verbindung mit dem Internet heutzutage kaum mehr ein Problem, dennoch kommt es aber auch hier immer wieder zu Problemen.

Im Prinzip ist die Verbindung mit dem Internet heutzutage kaum mehr ein Problem, dennoch kommt es aber auch hier immer wieder zu Problemen.

Nicht nur die Deutsche Telekom ist ein DSL-Anbieter. Viele andere Internet-Anbieter nutzen ebenfalls DSL-Leitungen. Diese Leitungen gehören dann aber in der Regel dennoch der Deutschen Telekom. Nun kommt es also häufiger vor, dass Kunden länger als erhofft auf ihren DSL-Anschluss warten müssen. Gerne geben sie dabei natürlich dem Anbieter die Schuld, haben sie doch mit eben diesem einen Vertrag abgeschlossen. Häufig kann der aber gar nichts für die lange Wartezeit, sondern wird selbst vom Inhaber der Leitung hingehalten – in diesem Fall also der Deutschen Telekom. Laut dem Verein Bundesverband Breitbandkommunikation handelt es sich dabei übrigens meist um Kunden, die von einem bestehenden Telekom-Anschluss zu einem anderen Anbieter wechseln. Die Telekom hingegen erklärt dies mit der Überschreitung des entsprechenden Kontingents.

Wie kann dieses Problem nun gelöst werden? Dem Anbieter eine Frist zu setzen und eventuell mit der Kündigung zu drohen, wäre eine Möglichkeit. Blöd nur, dass der Anbieter selbst oftmals keine Schuld an der Verzögerung hat. Aber immerhin: Viele Anbieter reagieren zumindest mit Gutschriften oder anderen Boni.

•    Instabile Verbindungen
Während bei dem vorausgegangen Problem zu Beginn der Ärger groß ist, sich der Kunde aber früher oder später doch noch über seinen DSL-Anschluss freuen kann, so ist das Problem der instabilen Verbindungen noch etwas ärgerlicher. Wenn es immer wieder zu einem Disconnect kommt oder das Internet zeitweise gar ganz ausfällt, kann weder der Arbeit noch dem Hobby vernünftig nachgegangen werden. Schuld daran kann zum Beispiel ein defekter Router sein. Ein Austausch behebt das Problem dann schnell. Doch kann auch der Grund für die Verbindungsabbrüche sein, dass der Provider dem Kunden mehr Geschwindigkeit zur Verfügung stellt, als die Leitung verarbeiten kann. Dies kann zur Folge haben, dass schon kleine Störungen die Verbindung gänzlich zum Erliegen bringen. Hier hilft eine Drosselung der Geschwindigkeit seitens des Anbieters.

Sinnvolles Vergleichen und Alternativen nutzen

Auch wenn in Deutschland die Deutsche Telekom für die Leitungen zuständig ist, so muss diese nicht unbedingt automatisch der beste Anbieter sein. Es lohnt sich schon aus finanziellen Gründen, die vielen unterschiedlichen Anbieter bei Vergleichsportalen wie Tarifcheck24 zu vergleichen. Wichtige Aspekte wie die gewünschte Geschwindigkeit, eine zusätzliche Telefon-Flatrate oder die genaue Vertragslaufzeiten lassen sich so bereits im Vorfeld ermitteln, damit ein möglichst passendes und individuelles Angebot gefunden werden kann.

Und auch Alternativen sollten nicht außer Acht gelassen werden. Denn neben DSL gibt es weitere gute Möglichkeiten, das Internet zu nutzen. Zum Beispiel über Glasfaser, der schnellsten Alternative. Oder über Kabel-Internet oder die Funktechnik LTE. Auf diese Weise ist es heutzutage auch den Internet-Nutzern, die in ländlicheren Gebieten leben und keinen DSL-Anschluss bekommen können möglich, einen schnellen Internet-Zugang zu erzielen.

Wie wird sich DSL in Zukunft entwickeln?

Geht es um den technischen Fortschritt, so scheint dieser mitunter schneller vonstattenzugehen, als so mancher Verbraucher die neuesten Trends überhaupt kaufen kann. Auch das Internet und die Datenautobahn machen diesbezüglich keine Ausnahme und werden intensiv vorangetrieben. So berichtete N24 vor einigen Monaten bereits von Entwicklern aus London, die eine Breitbandverbindung auf die Beine gestellt haben, die 1,4 Terabit pro Sekunde überträgt – und damit die derzeit schnellste Internetverbindung der Welt ist. Zwar müssen sich Verbraucher wohl noch gedulden, bis die neue Technik salonfähig wird, in jedem Fall gilt sie aber als Durchbruch in Sachen Geschwindigkeit und verspricht noch schnelleres Internet.

Abbildung 1:  pixabay.com © geralt (CC0 1.0)
Abbildung 2:  pixabay.com © blickpixel (CC0 1.0)
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