Auf zum neuen Anbieter – so funktioniert der DSL-Wechsel

laptop-netzwerkeSo mancher Nutzer fühlt sich aufgrund der aktuellen Diskussion zur DSL-Drosselung fast schon an alte Zeiten erinnert, in denen Flatrates noch ein Luxus waren und Datenverbindungen gezählt werden mussten, um das Internet-Vergnügen nicht zu teuer werden zu lassen. Zwar geht es in der aktuellen Diskussion nicht ums Geld, sondern „nur“ um die Drosselung der Leitung ab einem bestimmten Datenvolumen, aber dennoch: Wer uneingeschränkt surfen will, überlegt sich zu wechseln. Wie Nutzer schnell und einfach in nur fünf Schritten zum neuen Anbieter wechseln können, soll dieser Beitrag klären.

  1. Bedarf ermitteln

Wer mit dem Gedanken spielt, den Anbieter zu wechseln, um sich (noch) nicht mit einer DSL-Drosselung auseinandersetzen zu müssen, der sollte im Vorfeld eine kleine Bedarfsanalyse starten, um herauszufinden, um welchen Datenverbrauch es ganz individuell geht. Wie das funktioniert erklärt computerbild.de im Detail. Am einfachsten sei laut diesem Bericht der Online-Zähler, der den Datenverbrauch aller Geräte im Netzwerk misst und selbstständig addiert. Wer diesen cleveren Helfer nicht hat, kann auch manuell addieren. Am PC seien hierzu Programme wie NetspeedMonitor empfehlenswert, am Smartphone (iPhone und Android) erfülle die App Traffic Monitor dieselbe Funktion, das Windows Phone hat indes einen eigenen Datenzähler integriert. In die Bedarfssumme fließen darüber hinaus noch die Datenmengen für das Fernsehen, Radiohören, Online-Spielen und E-Book lesen ein.

  1. Vertragskonditionen prüfen

Wer nun weiß, dass der Datenbedarf das Kontigent überschreiten würde, möchte sich sicherlich gleich auf zum nächsten Anbieter machen – aber Achtung: Zunächst ist ein prüfender Blick in den aktuellen Vertrag nötig, um Kündigungsfristen einhalten zu können, denn in aller Regel beträgt die Vertragslaufzeit zwei Jahre. Das eigentliche Problem sei aber nicht die Erstlaufzeit der Vertragszeit, sondern der Startpunkt, der manchmal durch Verlängerungen nicht mehr eindeutig zu bestimmen ist, berichtet focus.de in einem Ratgeberbeitrag zur Kündigung des Vertrags.
Nur selten sei der Kündigungstermin online ausgewiesen, in den Vertragsunterlagen müsse dieser aber stehen und auch der Kundenservice ist in der Regel eine sichere Quelle, um zu erfahren, wann der Vertrag beendet werden kann. Die Kündigungsfrist, die sich sowohl nach dem Vertragsstart als auch nach den in den AGB aufgeführten Kündigungsfristen richtet, beträgt oft drei Monate zum Ende der Laufzeit, doch das ist nur ein Richtwert, der nicht von allen Anbietern eingehalten wird und auch je nach Länge des Vertrags variieren kann. Experten raten dazu, einen Vertrag vorsorglich gleich nach dem Abschluss zu kündigen und gegebenenfalls die Kündigung dann wieder aufzuheben, wenn die Vertragskonditionen auch weiterhin passen.
Übrigens gibt es nicht nur DSL, sondern auch alternative Möglichkeiten, ins Netz zu kommen. Chancen und Möglichkeiten beschreibt dieser Beitrag.

  1. Vergleichen vor dem Anbieterwechsel

Wer nicht etwa vorsorglich kündigt, sondern sicher weiß, dass er den Anbieter wechseln möchte, der sollte sich im Vorfeld erkundigen, welcher neue Anbieter die passenderen Konditionen bietet. Wichtig bei der Wahl des Anbieters ist der Ort und die gewünschte Geschwindigkeit sowie der Bedarf, der unter Punkt 1.) bereits ermittelt wurde. Wer diese Informationen parat hat, kann einen neuen DSL-Tarif bequem online berechnen lassen. Das Resultat wird ein DSL Anbietervergleich sein, der den Nutzer den gewünschten Tarif auswählen und anschließend noch individuell anpassen lässt. Auch ein Blick auf die vielleicht benötigte Hardware ist wichtig, denn einige bieten diese ohne Aufpreis an.
Tipp: Manche Anbieter bieten nicht nur einen Wechselbonus, sondern auch Hilfe beim Vertragswechsel an (Stichwort „Wechselauftrag“), so dass Kündigung und Neuanschluss reibungslos vonstatten gehen. Diese Variante wird von Computer- und Telefonie-Experten nachdrücklich empfohlen – unter anderem auch, um die Rufnummer sicher mit dem neuen Anschluss nutzen zu können.

  1. Start mit den „Neuen“

Der Termin, ab wann die Leitung über den neuen Anbieter verfügbar ist, wird in aller Regel per E-Mail oder auch postalisch mitgeteilt. Je nach Anbieter hat der Nutzer die Option, einen Techniker zu bestellen, der vor Ort noch die Hardwarekomponenten auf den neuen Anbieter umbaut. Alternativ können die Hardwarekomponenten auch in Eigenregie umgebaut, installiert und konfiguriert werden. Aber Achtung: Wer auf das Internet angewiesen und nicht sehr versiert in punkto Computertechnik ist, sollte hier auf die Hilfe des Fachmanns bauen – sonst wird das Unternehmen „Anbieterwechsel“ schnell zur nervenaufreibenden Aktion.

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  1. Im Praxisbetrieb prüfen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dieser altbekannte Spruch passt auch auf das Wechseln eines Telefon- und Internetanbieters, denn wenn Sie für eine 50 Mbit/s VDSL Leitung bezahlen und diese auch theoretisch verfügbar sein müsste, dann sollten Sie diese auch nutzen dürfen. Tipp: Testen Sie via Speed-Test die Verbindungsbandbreite im Up- und Download-Bereich – und zwar sowohl am Anfang des Monats als auch in der Mitte und am Ende. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie auch wirklich die Leistungen nutzen können, für die Sie auch bezahlen.
Abbildung 1: unsplash.com © Jay Wennington (CC0 1.0)

Abbildung 2: commons.wikimedia.org © Konstantin Demler (gemeinfrei)

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