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Webhosting – Worauf sollte man achten?

Webhosting im DatacenterDie Entscheidung für die passende Webhosting Lösung hängen stark vom Endprodukt ab.

Welcher Content soll für wen, für wie lange, von wo aus, zu welchem Zweck, mit welcher Wirkung und wo angeboten werden. Wichtiger noch ist die Frage der Budgetgröße und der Aufwendigkeit in Sachen Gestaltung und Pflege.

Ist man sich dieser Punkte bewusst kann ein Prototyp geschaffen werden, um die Wahl der passenden Webhosting-Lösungen zu bestimmen.

Der Prototyp kann von einer HTML-Visitenkarten-Webseite eines Handwerkers, über die Seite eines Gästehauses mit Schnittstellen zu Bookings-Portalen, bis hin zum weltweiten E-Commerce-Anbieter alles sein.

Dies sollte mit einem Berater besprochen werden.

Eine qualifizierte Entscheidungsfindung

Empfehlenswert ist es, alle Dienstleistungen bei einem Anbieter unter einem gemeinsamen SLA (Service Level Agreement) anzumieten.

Der Wert der Verfügbarkeit in dieser SLA ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Webhosting-Angebots. Für die meisten Webseiten reicht eine Verfügbarkeit von 99,9 %.

Ist dies gewährleistet, sollte man bei allen Angeboten prüfen, ob Telefon- und Notdienst inbegriffen sind. Der beste Weg ist hier auf die Meinungen anderer Kunden zu hören, als Beispiel hier die DomainFactory Webhosting Erfahrung.

Die eigentliche Sache

Der eigentliche Kern der Sache allerdings ist das Webhosting und seine Features.

Wie viel Speicher ist verfügbar, wie erreichbar, mit welchen Features, auf was für einem Server, in welcher Location wird angeboten?

Speicherplatz ist günstig, selten erhält man ein Angebot unter 25 GB.

Speicher ist unterschiedlich: Wird der Speicherplatz auf SSD-Festplatten vorgehalten oder auf preiswerteren Scheiben?

Wie wird der Speicher adressiert? Ist das Webhosting über das IPv4- oder das IPv6-Protokoll erreichbar?

Weitere Ausschluss-Faktoren sind begrenzter Traffic und zusätzliche Zahlungen für hinausgehenden Datentransfer. Ein Angebot mit Traffic-Flatrate ist empfehlenswert.

Kann auf den Webhosting-Speicherplatz zugegriffen werden? Ist es möglich per FTP oder SFTP, Daten zu transferieren? Ist ein Shell-Zugang per SSH möglich, und sind sogenannte Cronjobs einrichtbar? Falls FTP/SFTP angeboten wird, sollte mehr als nur ein Zugang inklusive sein.

Durch die europäische Datenschutzverordnung ist der Standort des Servers ebenso wichtig. Werden hier als Standorte Deutschland, EU oder Privacy-Shield als Locations angeboten?

Der Content

Beim Inhalt: Was wird auf der Webseite ausgeführt?

Nur HTML/CSS und Javascript? Braucht es für dynamischen Inhalt eine bestimmte PHP-Version, Perl, Python und/oder TCL? Können vorgefertigte Content-Management- oder Blog-Systeme benutzt werden? Hier gilt: Mehr Features, mehr Komplexität, mehr mögliche Fehler, mehr Maintenance.

Wenn Sie zum Beispiel eine vollständige Cloud ERP Lösung betreiben wollen, sind Ihre Ansprüche anders geartet, als für einen statischen Webauftritt.

Benötigt das zu erstellende Web-Angebot eine oder mehrere Datenbanken, sollte dies auch in die Entscheidung einfließen und beim selben Anbieter vereinbart werden. In den meisten Angeboten ist dem so, und der Standard ist der ausreichende MySQL. Falls dem nicht so ist, könnte eine einfach Webhosting-Lösung nicht ausreichend sein.

Die Features

Zusätzliche Optionen.

Die Domain-Registratur und Verlängerung sollte man ebenfalls dem Webhosting-Anbieter in Auftrag geben. Dieser sollte ermöglichen, Subdomains anzulegen und alle Nameserver-Einstellungen (A-, CNAME-, NS- , AAAA-, SPF-, SRV, TXT- und MX- Einträge) anzupassen.

Hierbei ist der MX-Eintrag (mail exchanger record) besonders wichtig, falls Sie Gsuite oder Office365 einsetzen und die Mail-Domain damit betreiben wollen.

Falls nicht sollte das Webhosting-Angebot ebenfalls E-Mail-Hosting mit ausreichendem Speicher (min 5 GB) für genügend Postfächer beinhalten und per IMAP über eine SSL-Verschlüsselung anbindbar sein.

Zu der Domain gehört das Zertifikat, um die angebotene Website über Hypertext Transfer Protocol Secure (HTTPS) anbieten zu können. Auch hier sollte die Erstellung und Pflege dem Webhosting-Anbieter überlassen werden. Dieser sollte Standard-Zertifikate und Zertifikate mit erweiterter Überprüfung (Extended-Validation-SSL-Zertifikate) anbieten.

Auch wenn ein regelmäßiges Backup zu den Pflichten jedes Web-Administrators gehört, gibt es Angebote von Webhosting-Anbietern, welche diese Aufgabe übernehmen. Dies ist nicht notwendig, senkt aber die Aufwendigkeit des Betriebs einer Webseite.

Fazit

Es gibt nur wenige Kernpunkte, die bei einem Webhosting-Anbieter abgeklärt werden müssen. Die restlichen Schwerpunkte sind abhängig vom zu hostenden Inhalt.

Der Service und Support des Anbieters sowie die garantierte Verfügbarkeit muss gewährleistet sein.

Danach muss in Absprache mit dem Webhosting-Anbieter ein Schema entwickelt werden.

Einige Anbieter bieten sogar Beratungsgespräche im Rahmen ihrer Managed-Hosting-Pakete an.

Die Komplexität sollte gering gehalten, die Aufgaben nur über wenige Anbieter verteilt werden.