Netzwerküberwachung: Ein Blick auf die aktuelle Situation

Als zentraler Nervenstrang der firmeninternen Arbeitsprozesse und Kommunikation muss ein Netzwerk vor allem eines: es muss reibungslos funktionieren. Das gilt für einen international agierenden Konzern gleichermaßen wie für einen mittelständischen Industrie-Betrieb oder einen kleinen Webshop.

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Netzwerke werden immer komplexer und das reibungslose Funktionieren eines Netzwerks ist indes kein Selbstläufer. Es sicherzustellen, ist die herausfordernde Aufgabe des IT-Netzwerkmanagements. Als ein elementarer Baustein fungiert hierbei das Netzwerk-Monitoring: i.e. die kontinuierliche Überwachung der Netz-Hardware – vom Server bis zum Switcher – sowie der Netzdienste selbst, vom Email-Verkehr bis zu neuralgischen Webapplikationen.

Doch wie funktioniert eine Netzwerküberwachung im Detail? Was sind ihre Aufgaben, ihre Ziele? Und für wen ist sie von Nutzen?

Moderne Netzwerküberwachung: Spektrum, Aufgaben & Ziele

Die Netzwerküberwachung deckt ein weites Spektrum an Aufgaben ab, die verschiedenen Zwecken dienen. Die Schlüsselfunktion des Network-Monitoring ist es, die Funktionstüchtigkeit des jeweiligen Netzwerks zu gewährleisten. Es gilt Probleme rechtzeitig aufzuspüren, zu analysieren und zu beheben: bevor Ausfälle eintreten. Netzwerke sind in den meisten Unternehmen mittlerweile das Rückgrat, über das nicht nur die Kommunikation, sondern auch die interne Zusammenarbeit abläuft. Zugleich werden in einem Netzwerk sensible Geschäfts- und Kundendaten gespeichert.

Deshalb ist es entscheidend, stets darüber informiert zu sein, was im eigenen Netzwerk vor sich geht. Unternehmen können auf diese Weise schnell auf Probleme reagieren – eine Grundvoraussetzung für einen effektiven internen Workflow. Geringe Ausfallzeiten steigern zugleich die Servicequalität und die Zufriedenheit der Kunden. Ein weiterer Vorteil lautet: Wer sein Netzwerk kennt, kann sich effizienter gegen Hacker schützen (DDoS-Attacken, Datendiebstahl u.v.a.).

Neben der Gewährleistung der Servicequalität und der Sicherheit dient das Netzwerk-Monitoring auch als Planungs-Werkzeug. Durch die gesammelten Informationen lassen sich Engpässe frühzeitig erkennen und vorzeitig umgehen – eine wesentliche Voraussetzung für die anhaltende Prosperität des Unternehmens.

Die zentralen Netzwerkmonitoring-Funktionen im Detail

Aus dieser generellen Zielsetzung lassen sich einige konkrete Aufgaben ableiten, die zum Grundkatalog eines zeitgemäßen Netzwerküberwachungen gehören:

  1. Die laufende Überprüfung der Verfügbarkeit: sowohl die der zentralen Netzwerkgeräte (Server, Switches, Hubs, Router, etc.) wie die der wichtigsten Netzwerkdienste (E-Mail-Kommunikation, Datenbanken, Webapplikationen wie Microsoft SharePoint, VoIP-Anwendungen, usw.)
  2. Die Überwachung der neuralgischen Hardwarekomponenten und ihrer wichtigsten Performance-Daten: Dazu zählen unter anderem die Server-Speicherplatzbelegung, der Datendurchsatz auf Routern und die mittlere CPU- und Arbeitsspeicherauslastung.
  3. Die Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit der Sicherheitstools: Namentlich der Firewall, Softwareaktualisierungen, Antiviren-und Malware-Schutz.
  4. Die Überwachung und Auswertung von Ereignisprotokollen.
  5. Die regelmäßige Aktualisierung der Rechner-Software (Linux und insbesondere Windows) und die Überwachung der auf ihnen laufenden Anwendungen.
  6. Das Durchführen von Backups, mit denen im Notfall die Systeme wieder hergestellt werden können.
  7. Die Kontrolle des Web-Auftritts, etwa die Erreichbarkeit des Online Shops.

Netzwerküberwachung als Aufgabe für Spezialisten und Spezial-Software

Das skizzierte Aufgabenspektrum der Netzwerküberwachung kommt in der Umsetzung – insbesondere bei der Heterogenität und Komplexität moderner Netzwerke – einer Herkulesaufgabe gleich. Sie verlangt a) nach Spezialisten und b) entsprechend vielseitigen Werkzeugen wie einer Network Performance Software.

In den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass die Netzwerküberwachung – Schritt für Schritt – von einer Teilaufgabe des Administrators zu einem Spezialgebiet wird. Das Monitoring ist mittlerweile zu komplex und aufwendig, als dass es nebenbei erledigt werden könnte. Es benötigt einen eigenen Arbeitsplatz, der von einem erfahrenen Netzwerksüberwachungs-Administrator besetzt werden sollte (je nach Größe des Netzwerks auch ein ganzes Team oder eine Abteilung).

Ein Spezialist ist letztlich aber nur so gut wie sein Werkzeug und seine Informationen. Deshalb kommt der Auswahl der geeigneten Netzwerküberwachungssoftware eine tragende Rolle zu.

Auswahlkriterien Network Performance Software

Grundsätzlich soll eine Network Performance Software alle mit dem Netzwerk verbundenen Systeme und Elemente durchgehend überwachen können – und ebenso die gewonnenen Informationen übersichtlich sowie transparent darstellen.Moderne Monitoring-Tools decken mittlerweile einen breiten Funktionsbereich ab, der über das einfache Monitoring von Bandbreiten und Verfügbarkeiten hinausgeht. Sie liefern detaillierte Informationen zu Servern und Routern, aber auch zu einzelnen Applikationen, zum Zustand von Datenbanken und virtualisierten Systemen, zur Verfügbarkeit von Webseiten und zur Wartung bzw. Planung.

Bei der Auswahl gilt es auf einige Kriterien besonders zu achten. So sollte die Network Performance Software an die Größe und Komplexität des eigenen Netzwerks angepasst sein. Wichtig ist zudem, dass das Monitoring-Tool nicht nur die Anwendungsdienste und Server im Ganzen überwachen kann; dabei geht die Leistung einzelner Applikationen leicht unter. Das lässt sich verhindern, wenn mit dem Überwachungswerkzeug auch einzelne Services überwacht werden können.

Die Überwachung des Netzwerks ist jedoch nur das eine, die Reaktion auf mögliche Probleme das andere. Deshalb ist es auch wichtig, wie die Daten und Informationen aufbereitet werden; und wie Probleme gemeldet (Alerts) bzw. ausgemerzt werden können. So ist beispielsweise nicht immer ein direkter Eingriff des Administrators notwendig. Viele Services – etwa das Rebooten von Servern – lassen sich auch mit Hilfe von Skripten automatisieren.

Für wen ist eine Network Performance Software von Nutzen?

Bei der Bedeutung von Netzwerken für modernen Unternehmen ist klar: Eine mächtige Network Performance Software ist nicht nur für Unternehmen aus dem E-Commerce-Sektor von Bedeutung. Jeder der ein Unternehmen hat, dessen Umsatz vom reibungslosen Funktionieren Netzwerks abhängt, profitiert von einer hochwertigen Netzwerküberwachung. Denn ein Ausfall des Netzwerks kann immense Schäden verursachen – sowohl finanziell wie für das Image des Unternehmens.

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