Studie: User verunsichert durch Internetgefahren

Viele Deutsche sorgen sich um ihre Sicherheit im Netz und vermeiden deshalb die Nutzung bestimmter Dienste. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Bitkom. Dabei sollte man sich nicht von Sicherheitsbedenken abschrecken lassen, meinen die Ersteller der Studie. Denn viele Gefahren lassen sich schon mit einfachen Mitteln umgehen.

Angst vor Viren und Betrügern

Die am weitesten verbreitete Angst bei der Nutzung von Internetdiensten ist laut Bitkom-Erhebung die vor Viren; sie herrscht bei 72 Prozent der Befragten vor. 60 Prozent sorgen sich über die potenzielle Nutzung und Weitergabe ihrer Daten, ohne dass sie darüber informiert werden oder es mitbekommen. Über die Hälfte sieht wiederum eine Bedrohung in der illegalen Nutzung von Passwörtern und Zugangsdaten, und knapp die Hälfte fürchtet, dass sie von Geheimdiensten überwacht werden könnte, wenn sie online aktiv ist. Beim Onlinebanking und -shopping sind 29 Prozent der Nutzer ebenfalls zurückhaltend, da sie Angst vor Betrugsfällen haben.

Die Ängste sind zwar verständlich, doch ist die Abkehr von digitalen Services auch keine Lösung: „Digitale Angebote aus Angst nicht zu nutzen, ist in aller Regel die falsche Entscheidung“, meint Bitkom-Präsident Achim Berg. Es gebe schließlich Möglichkeiten, um sich im Netz gut abzusichern. Doch viele sind sich unsicher, wie diese umgesetzt werden. Dabei sind viele grundlegende Schutzmaßnahme schnell eingerichtet, beispielsweise ein Virenschutzprogramm. Für die sichere Übertragung von Daten im Netz gibt es inzwischen viele Anleitungen; auch für besondere Fälle wie den stabilen und sicheren Zugriff auf den heimischen Computer über DynDNS, wie er im Digital Guide von 1&1 beschrieben wird. Für das Versenden von sensiblen Daten per Mail wiederum ist die verschlüsselte Kommunikation eine Alternative. Allerdings liegen Nutzer, die nur selten Mails schreiben und unsicher im Umgang mit Verschlüsselungen sind, richtig, wenn sie auf den unverschlüsselten Versand sensibler Daten verzichten.

Einfache Tipps zum sicheren Surfen

Nutzer, die Angst vor Belästigung oder Hackern haben, sollten unbedingt auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung für passwortgeschützte Zugänge zurückgreifen. Das Praktische: Diese ist in vielen sozialen Netzwerken bereits als mögliche Option eingerichtet und muss nur noch aktiviert werden. Der Nutzer wird dann durch den Prozess geleitet, bei dem er den Login-Vorgang um einen weiteren Schritt ergänzt. Damit reicht es für potenzielle Eindringlinge nicht, das Passwort zu knacken, um auf das Nutzerkonto zuzugreifen, sondern es muss beispielsweise auch ein Code eingegeben werden, der an die Handynummer des Nutzers gesendet wird. Im Online-Banking sind solche mehrfachen Absicherungen bei vielen Anbietern bereits gang und gäbe.

Darüber hinaus gibt es einige Basics, die selbst seltene Internetnutzer beachten können, um sicherer unterwegs zu sein und sich nicht von Betrugsversuchen einschüchtern zu lassen. So sollte man stets die korrekten Adressen der Seiten abgespeichert haben, die man aufrufen will. Beim Anklicken von Links sollte man sich vergewissern, dass die aufgerufene URL die richtige ist. In jedem Fall muss bei der Übertragung von Daten eine sichere Verbindung gewährleistet sein, was in den aktuellen Browsern durch ein Schlosssymbol angezeigt wird. Zu guter Letzt sollte man niemals Passwörter herausgeben, selbst wenn vermeintlich der eigene Bank- oder Shopanbieter danach fragt. Mit diesen Mitteln hat man bereits viel getan, um auf der sicheren Welle zu surfen und sich nicht mehr so viele Sorgen machen zu müssen.

Bildrechte: Flickr Keyboard John Ward CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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