Patienten wollen WLAN statt Lesezirkel

Lesezirkel liegen in Arztpraxen und Krankenhäusern meistens in großer Auswahl bereit, doch Patienten wünschen sich heutzutage etwas anderes, nämlich die Anpassung an die moderne Zeit. So bleiben die vorhandenen Zeitschriften meistens ungenutzt und werden teilweise schon vom Internet ersetzt. Patienten würden sich wünschen, dass der Zugang zu einer schnellen WLAN-Verbindung künftig zum guten Ton gehört.

Einsatz des Smartphones

Bei den häufig unerträglichen Wartezeiten in Krankenhäusern und bei Ärzten kommt oft das Smartphone zum Einsatz. Quelle: Kwangmoozaa – 563657932 / Shutterstock.com

WLAN im Wartezimmer hilft bei der Überbrückung von Wartezeiten

Patienten kennen es unabhängig davon, bei welchem Arzt sie gerade sind, zu Genüge, und auch in der Ambulanz der Krankenhäuser ergibt sich oft dieses Bild: Lange Wartezeiten und ein Ende ist so schnell nicht in Sicht, weil noch etliche Patienten vor einem selbst an der Reihe sind. Umso nachvollziehbarer ist es da in der modernen Zeit von heute, die von Digitalisierung in allen Bereichen geprägt ist, dass sich immerhin 46 Prozent der Hotspot-Nutzer in Krankenhäusern kostenloses WLAN wünschen. Bei Arztpraxen sieht das Ganze schon ein wenig anders aus, denn hier erwarten nur 16 Prozent kostenlose und öffentliche Hotspots. Die Zahlen gehen aus einer Umfrage hervor, die unter 130 Agenturen aus den folgenden Bereichen stattgefunden hat:

  • Werbung
  • PR
  • Digital
  • Full-Service
  • Marketing

Der Geschäftsführer und Gründer von MeinHotspot, Maximilian Pohl, erklärt die Situation recht plastisch:

„Sobald sich Patienten im Wartezimmer niederlassen, kommt das Smartphone oder Tablet zum Einsatz, um die zum Teil unerträglichen Wartezeiten zu überbrücken.“

Viele Patienten ärgert heutzutage, dass selbst ein Termin je nach Arzt noch lange kein Garant dafür ist, innerhalb einer Zeitspanne von akzeptablen 30 Minuten dranzukommen.

WLAN-Hotspot kann sich für Unternehmen als Imagegewinn herausstellen

Kostenloser WLAN-Hotspot

Unternehmen können ihre Reputation durch einen kostenlosen WLAN-Hotspot auf positivem Wege beeinflussen. Quelle: wsf-s – 483082033 / Shutterstock.com

Wenig verwunderlich ist es angesichts der dargelegten Umstände, dass 87 Prozent der Hotspot-Nutzer es allgemein für ein Unternehmen positiv bewerten, wenn es eine kostenlose, öffentliche WLAN-Verbindung zur Verfügung stellt. Schließlich lassen sich dadurch aktuelle Software News, Nachrichten von der Börse oder auch Sportergebnisse schnell und einfach abfragen. Online sein zu können, ist vor allem im Laufe der letzten Jahre dabei immer mehr zu einem Grundbedürfnis der Menschen mutiert. Ist ein Unternehmen also in der Lage, dieses Bedürfnis passend zu decken, merken sich die Kunden das und empfehlen es auch gerne weiter. Trotzdem gibt es für Klinikbetreiber und Arztpraxen bei der Einrichtung eines Hotspots auch so einiges zu beachten:

  • Es sollten nicht zu viele persönliche Daten vom Patienten abgefragt werden
  • Der Log-In sollte schnell und unkompliziert möglich sein

Beides bestätigt sich auch wieder mit Blick auf die Umfrage, wonach 81 Prozent der Onliner sich gegen einen Log-In entscheiden, wenn im Vorfeld dazu zu viele persönliche Daten preisgegeben werden sollen. Empfehlenswert ist dagegen, eine Tafel aufzustellen oder ein Schild gut sichtbar im Wartebereich aufzuhängen, wo das passende Netz samt Zugang namentliche Erwähnung findet. Auf unnötige Restriktionen ist auch bei der Nutzung des Internets zu verzichten.

Eine gute Qualität sollte beim WLAN-Netz das oberste Gebot sein

Schnelligkeit und Qualität

In Sachen WLAN sollten Anbieter auch auf ein ausreichendes Maß an Schnelligkeit und Qualität achten. Quelle: Casezy idea – 643713223 / Shutterstock.com

Ein anderer Punkt ist die Qualität des bereitgestellten WLAN-Netzes. Pohl gibt in diesem Punkt wiederum Aufschluss darüber, was von den Internet-Nutzern verlangt wird:

„Zu einer guten User-Experience gehört eine bestimmte Übertragungsgeschwindigkeit und ein unbegrenztes Datenvolumen.“

Wird Patienten kostenloses WLAN zur Verfügung gestellt, welches aber nur mit einer geringen Geschwindigkeit oder womöglich permanenter Überlastung zu kämpfen hat, erweist sich der gut gemeinte Service schnell als nervige Angelegenheit. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt auch die Studie, nach der 57 Prozent öffentliche Hotspots wegen der erhöhten Datengeschwindigkeit nutzen und 80 Prozent wegen des eingeschränkten Datenvolumens bei ihren mobilen Handyverträgen. Doch welche Werte sollte ein gutes WLAN-Netz für Nutzer überhaupt aufweisen?

Faktor Empfehlung
Download-Geschwindigkeit Fünf Megabit pro Sekunde
Upload-Geschwindigkeit Zwei Megabit pro Sekunde

Beide Angaben sind als Mindestwert zu verstehen, weil gerade datenzehrende Anwendungen wie das Betrachten von Videos oder auch der Upload von Fotos in soziale Netzwerke sonst zur Tortur werden können. Professionelle Hotspot-Systeme moderner Router haben in der Regel mit einer Erreichung dieser Werte keinerlei Probleme und brechen auch nicht unter einer kumulativen Nutzerlast zusammen. Nicht unwichtig ist natürlich auch die Sicherheit, die mit der Nutzung des WLAN-Hotspots einhergeht, denn gerade Patienten geben ungerne persönliche Daten von sich an Dritte preis.

Mobile Netzabdeckung ist vor allem in Kliniken mitunter schlecht

Wie bereits erwähnt worden ist, ist in Sachen mobiles Internet vor allem die Volumenbegrenzung dafür ausschlaggebend, dass sich Nutzer dem WLAN zugetan fühlen. Doch es gibt noch weitere Aspekte, die das WLAN im Vergleich zu LTE und 3G attraktiv wirken lassen:

  • Die mobile Netzabdeckung unterscheidet sich von Provider zu Provider
  • Gerade in verwinkelten Kliniken bricht das Signal schnell weg

Der beliebteste Provider in Deutschland ist allen voran die Telekom, aber auch Vodafone sowie E-Plus und O2 sind populär. In Bezug auf die Netzqualität ist es vor allem der Branchenprimus, der mit einer guten Abdeckung bei den Nutzern punkten kann. E-Plus und O2 holen in diesen Punkten allerdings immer weiter auf. Nichtsdestotrotz nützt auch das beste Netz nichts, wenn ein Krankenhaus zu verschachtelt ist, sodass einfach kein Signal zum Smartphone oder Tablet durchdringen kann. Ein schlechtes Netz kann im Übrigen auch mit dem digitalen Endgerät selbst zu tun haben, denn die verbauten Antennen weisen unterschiedlich starke Empfangsqualitäten auf – nur macht sich dieser Umstand gerade in Bereichen, wo das Netz sehr gut ist, weniger häufig bemerkbar. Ein Trost bleibt für gelangweilte Patienten trotzdem: Ist in der Praxis oder dem Krankenhaus kein WLAN vorhanden, kann man inzwischen dank des großen Wettbewerbs relativ günstig ein mehr als ausreichendes monatliches Datenvolumen bekommen.

Quellen:

Kwangmoozaa – 563657932 / Shutterstock.com
wsf-s – 483082033 / Shutterstock.com
Casezy idea – 643713223 / Shutterstock.com

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