Das Geschäft mit der Cloud – warum die Datenwolke in Zukunft größer wird

Der Datenverkehr in der Cloud steigt massiv an –das prognostiziert eine Studie des Internetverbands ECO. Bis 2020 werden über 80 Prozent dieser Daten über die Cloud-Netze abgewickelt und in den Serverhallen der verschiedenen Provider verarbeitet, bereitgestellt oder gespeichert. Grund für diesen Anstieg ist vor allem die große Anzahl von internetfähigen Geräten sein, deren Verbreitung bis 2020 auf weltweit 25 Milliarden anwachsen soll. Dazu gehören Smartphones, Tablets, Laptops, aber auch Fernseher – mehr internetfähige Geräte bedeuten folglich auch mehr Datenvolumen. In vier Jahren wird die weltweite Datenmenge vermutlich auf mehr als 40 Zetabyte pro Monat ansteigen.

Bedeutung der Rechenzentren

cloudcomputingDas Herz der Cloud bilden Rechenzentren. Sie sind in gewisser Weise die Gehirne des Internets und verarbeiten, analysieren und speichern pausenlos den globalen Datenverkehr. Laut ECO wird sich dieser zwischen den Rechenzentren innerhalb weniger Jahre verzehnfachen. Dabei ist ihre Bedeutung nicht zu unterschätzen, bieten sie doch die Grundlage für die weltweite IT-Infrastruktur und gelten für viele Wirtschaftsbereiche bereits als Standortfaktor. Aufgrund dieser enormen Bedeutung wird sich der Umsatz der Cloud-Computing-Branche in den kommenden Jahren vermutlich um 42 Prozent erhöhen. International hat sich daher ein großer Konkurrenzkampf um diesen Wachstumsmarkt entwickelt. Kleine und große Anbieter solcher IT-Infrastrukturen erweitern kontinuierlich ihre Netze und buhlen mit moderner Hardware und/oder günstigen Preisen um die Aufmerksamkeit der Kunden.

Konkurrenzkampf

Besonders die Leistung gilt für viele Kunden als ausschlaggebend bei der Wahl eines bestimmten Anbieters. Regelmäßig finden daher Tests und Rankings statt, die das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen – jüngstes Beispiel dafür ist die Cloud-Spectator-Studie. Dabei wurden international tätige Cloud-Anbieter wie Microsoft, Amazon, Google oder CloudSigma miteinander verglichen und auf Herz und Nieren getestet. Überraschenderweise belegt dabei keines der großen IT-Unternehmen den ersten Platz, stattdessen überzeugte der deutsche Anbieter 1&1 das Forscherteam. Die Studienverantwortlichen buchten dazu gleichbleibende Hardware bei jedem der 17 getesteten Anbieter und unterzogen die Server anschließend einem 24-stündigen Stresstest. Dabei überzeugte 1&1 nicht nur mit einer soliden Leistung, sondern auch einem kostenlosen Expertensupport, den viele Konkurrenten nur gegen eine zusätzliche Gebühr anbieten.

Leistung für die Wirtschaft

Die IT-Infrastrukturen, die solche Dienstleister bereitstellen werden, wachsen künftig mehr und mehr in ihrer Bedeutung für die Wirtschaft. Durch die vierte industrielle Revolution und das Internet der Dinge werden immer mehr Bereiche der Wirtschaft in die weltweiten Cloud-Netze verlagert und mit entsprechenden Servern verbunden. Das resultiert in moderneren Produktionsstätten, die sogar zum Teil automatisch betrieben werden können – dadurch arbeiten Betriebe effizienter und künftig noch ressourcenschonender. Hinzukommt eine Vielzahl von alltäglichen Elektronikgeräten, die heutzutage ebenfalls über eine Internetverbindung verfügen – dazu gehören beispielsweise Autos, Fernseher und sogar Waschmaschinen.


Bildrechte: Flickr server room reynermedia CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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