Landingpage erstellen

Bei der Landingpage handelt es sich um eine kompakte und zielgerichtete Website. Diese wird üblicherweise auch gerne als „Standalone Landingpage“ und „Single Landingpage“ bezeichnet. Diese stark vereinfachte Art der Website wird bevorzugt, um Dienstleistungen und Produkte gezielt zu verkaufen. Des Weiteren wird sie ausschließlich für eine klar definierte Bedarfsgruppe eingesetzt. Im online Marketing können Landingpages echte Wunderwaffen sein. Dabei ist

„können“ das Haupt-Schlüsselwort, denn der Grat zwischen einem lahmen Haufen von HTML-Codes und einer effizienten Landingpage mit unglaublichen Konversionszahlen ist sehr schmal.

Vorteile einer Landingpage

Eine Landingpage hat gegenüber der konventionellen Website zahlreiche Vorteile. Auf einer konventionellen Unternehmens-Website haben die Besucher ein hohes Maß an Wahlfreiheit und können somit zwischen vielen unterschiedlichen Links auswählen. Dagegen konzentriert sich die Landingpage ausschließlich auf ein einziges Angebot bzw. dessen Präsentation. Auf diese Weise soll eine möglichst hohe Aufmerksamkeit des Besuchers erzeugt werden. Die Vorteile von dedizierten Landingpages ergeben sich aus ihrem naturgemäßen Einsatz. Die Seite ist erfolgreicher, je präziser die Fokussierung auf ein bestimmtes Angebot bzw. Produkt ist. Auf diese Weise erfolgen gezielte Konventionen, obwohl die Landingpage einen sehr reduzierten Funktionsumfang hat. Während auf einer herkömmlichen Website viele Links und Unterpunkte zu finden sind, wird auf einer Landingpage gar keine Navigation benötigt. Selbst die Erstellung einer solchen Seite ist nicht nur schneller sondern auch günstiger. Die Optimierung und Anpassung an eine herkömmliche Unternehmens-Website kann ebenso leicht durchgeführt werden.

Ziele und Aufgaben

Das Ziel einer Landingpage ist es, möglichst viele Kundenkontakte zu gewinnen, und zwar in kürzester Zeit. Damit dies auch funktioniert, darf der Besucher auf keinen Fall auf der Homepage landen. Homepages sind normalerweise mit zahlreichen Informationen und Angeboten vollgestopft, so dass es absolut keinen Sinn macht bezahlte Besucher auf die Homepage weiterzuleiten. Dem potentiellen Kunden sind zu viele Möglichkeiten angeboten, die ihn vom eigentlichen Ziel eigentlich nur ablenken können. Eine Landingpage soll eben das verhindern. Stattdessen sollen die durch eine Werbekampagne generierten Besucher dazu bewegt werden, gerade das zu tun wofür die Werbekampagne auch bezahlt wurde.

Nachdem jemand auf die Google-Anzeige oder auf einen Website-Banner klickt, sollte die Landingpage das erste sein was der Besucher zu sehen bekommt. Dabei kann die Website auf welcher Besucher „landen“ entweder eine passende Seite innerhalb der Haupt-Website sein, oder aber eine selbstständige Website, die ausschließlich für diesen Zweck erstellt wurde. Die Landingpage ist darauf ausgerichtet, den Besucher zu einer Handlung zu bewegen – zum Beispiel ein Registrierungs-Formular auszufüllen oder eine Newsletter zu abonnieren.

Struktur und Inhalte

Die Struktur einer Landingpage sollte möglichst einfach, und die Inhalte exakt passend sein. Im Durchschnitt braucht der Besucher nur vier Sekunden um herauszufinden, ob die bestimmte Website für ihn auch interessant ist. Sobald es Usability-Probleme gibt oder der Besucher findet nicht wonach er gesucht hat, dann ist er auch sofort weg. Um den Besucherverlust zu vermeiden, muss eine gute Landingpage gerade das bieten, wonach der Besucher auch sucht. Des Weiteren muss die Seite vertrauenswürdig sein und genau die richtige Menge an Informationen liefern. Das heißt, dass die Landingpage nicht zu lang sein darf und nicht mit überflüssigen Informationen überschüttet werden darf. Auf die Seite darf also nicht zu viel Text kommen, denn der Besucher muss alles schnell durchlesen können um Informationen herauszufinden, die in auch interessieren. Um die Übersichtlichkeit zu verbessern, sollen möglichst viele Aufzählungen und Absätze verwendet werden.

In der Praxis hat sich bewährt, dass auch die Überschrift eine sehr wichtige Rolle spielt. Sobald der Besucher über eine Anzeige auf die Landingpage gekommen ist, so muss auch die Überschrift der Seite möglichst genau der Überschrift von der Anzeige entsprechen, auf die ursprünglich geklickt wurde. Des Weiteren sollte auch der Text auf der Landingpage sprachlich zum Stil der Anzeige entsprechen. Auf der Seite soll nur eine Handlungsoption angeboten werden – zum Beispiel ein Formular ausfüllen. Jede weitere Option kann den Besucher ablenken und dadurch auch Konversionen kosten.

Die Handlungsoption hervorheben

Auf der Landingpage soll nur eine einzige Handlungsoption angeboten werden und auch diese muss richtig ins Auge springen. Die Registrierung oder eine andere Aktion die der Besucher ausführen soll, soll das wichtigste Element der Seite sein. Die Aktion muss dementsprechend platziert und auffällig gestaltet sein. Auch die Handlungsoption an sich muss einfach sein und keine komplizierten Prozeduren verlangen. Das Formularfeld „E-Mail“ reicht in der Regel aus, denn alle unnötige Formulare und Aktionen mit mehreren Schritten können den Besucher schnell von der Landingpage verjagen.

Neben der Handlungsoption sollen alle weitere Menüs, Links oder Buttons von der Seite entfernt werden, solange sie nichts mit dem Thema der Landingpage zu tun haben. Auf diese Weise wird vermieden, dass der Besucher sich ablenken lässt und eventuell auch die Seite verlässt. Auch die Programmierung der Landingpage muss technisch einwandfrei sein, so dass die Seite möglichst schnell laden kann – unter einer Sekunde. JavaScript-Fehlermeldungen, lange Ladezeiten und ähnlich technischen Probleme sind für eine Landingpage tabu.

Das Produkt passend beschreiben

Zuerst muss selbstverständlich die Zielgruppe definiert werden. Danach muss die Botschaft möglichst verständlich und klar formuliert werden. Ein preiswertes und einfaches Produkt (z.B. ein Buch oder ein Spielzeug) ohne großen Erklärungsbedarf kann auch mit wenig Text auskommen, um verkauft zu werden. Des Weiteren ist ein kurzer Text auch schneller gelesen. Teure und komplizierte Produkte dagegen (wie zum Beispiel Versicherungsprodukte) benötigen schon mehr Text um vollständig beschrieben zu werden. Werden nicht genügend Informationen über das bestimmte Produkt zur Verfügung gestellt, dann möchte sich der Kaufinteressent in der Regel an weiteren Stellen über das Produkt informieren. Auch in diesem Fall ist die Gefahr sehr groß, dass der Besucher die Landingpage verlässt.

Wer eine Anzeige mit mehreren Keywords schaltet, sollte einer einfachen Regel folgen: Ein Keyword = eine Anzeige = eine Landing Page. Dabei soll für jede Landing Page ein einzigartiger Text mit unterschiedlichen Überschriften vorhanden sein. Die einzelnen Landingpages müssen aber nicht komplett neu sein, sondern nur inhaltlich unterschiedlich. Es ist sehr wichtig, dass die logische Kette nicht abreist: Suchanfrage → exakt passende Anzeige → exakt passende Landingpage. Die Texte sollen eine Schriftgröße von mindestens 14 Pixel haben und gut lesbar sein. Sogenannte „Trust Elements“ wie z.B. Gütesiegel von Stiftungswarentest oder TÜV können ebenfalls sehr hilfreich sein. Alles andere ist aber überflüssig und muss weggelassen werden. Dazu gehören etwa Links, Menüs und Fotos, die mit dem eigentlichen Produkt nichts zu tun haben. Auch überflüssige Formularfelder (Fax, Telefon, …), die vom Ausfüllen des Formulars ablenken, haben auf einer Landingpage nichts zu suchen.

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